Geschichte
Ich war nie der Typ fürs Büro oder für Regeln. Was mich interessiert hat, waren Motoren, Geschwindigkeit und das Gefühl, wenn du auf der Straße alles hinter dir lässt. Ende der 80er habe ich dann Raser Industries gegründet – damals nur ich, ein Schweißgerät und 'ne rostige Garage irgendwo in Los Santos. Kein großer Plan, nur ein Ziel: schneller, besser, kompromissloser.
Anfangs habe ich einfach an Karren geschraubt. Klassiker, Exoten, Schrottkisten – egal, Hauptsache ich konnte sie schneller machen. Die Szene wurde größer, die Nachfrage wilder, und ich habe gemerkt: Das hier ist mehr als nur Schrauberei. Es geht um ein Lebensgefühl. Um Respekt. Um Macht.
Der Bruch:
Irgendwann kam der Punkt, wo alles zu groß wurde. Zu viele Stimmen, zu viele Meinungen, zu viel Ego – auch meins. Ich hab mich von Leuten getrennt, die früher wie Familie für mich waren. Wir hatten unterschiedliche Vorstellungen, wollten in verschiedene Richtungen. Also hab ich mein eigenes Ding gemacht. Die Firma lief weiter, klar. Aber irgendwas hat gefehlt. Der Drive war noch da, aber der Herzschlag hat nicht mehr gleich geklungen.
Wieder zusammengefunden:
Nach einiger Zeit hab ich gemerkt: Allein kannst du viel reißen, aber die richtig großen Dinger stemmst du nur mit den richtigen Leuten an deiner Seite. Ich hab keinen Brief geschrieben, keine große Rede gehalten – ich hab einfach das Gespräch gesucht, ehrlich und direkt. Und so sind wir wieder zusammengekommen. Kein Rumgeheule, kein Drama – nur der Entschluss: Wir machen weiter. Zusammen. Wie früher. Nur schlauer.
Der Neustart:
Ab da ging's richtig los. Wir haben Raser Industries nicht einfach am Leben gehalten – wir haben's neu definiert. Tagsüber war's die Werkstatt mit den besten Maschinen in der Stadt, nachts die Straße unser Testgelände. Wir haben nicht gefragt, was erlaubt ist – wir haben gemacht, was nötig war. Und wenn jemand gedacht hat, er könnte uns aufhalten, hat er sehr schnell gemerkt, dass wir nicht hier sind, um nett zu sein.
Was Raser Industries heute für mich bedeutet:
Es ist mehr als mein Unternehmen. Es ist mein Leben. Mein Vermächtnis. Ich hab Blut, Schweiß und Nächte in diese Firma gesteckt. Ich hab Freunde verloren, Brüder gewonnen, und verdammt viele Lektionen gelernt. Ich bin kein Geschäftsmann. Ich bin ein Macher. Und Raser Industries ist der Beweis dafür, dass du aus nichts etwas Gewaltiges aufbauen kannst – wenn du bereit bist, alles reinzuhauen.